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Das neue Denkmal beansprucht nicht, die Geschichte
auf eine bestimmte Art zu interpretieren. Es lädt ein, eine persönliche
Interpretation zu suchen und sich dem Verarbeitungsprozess des Holocaust
zu stellen. Das Denkmal ist offen. Offen gegenüber der Stadt,
dem räumlichen Umfeld und den Gedanken der Besucher.
Der Standort der ehemaligen Synagoge wird zum Ort
von gegenwärtigen Aktivitäten. Der Gedenkraum nimmt
Bezug auf die Größe der Synagoge, die Höhe der Wände
auf die umgebende Bebauung. Wandscheiben
aus circa sieben Meter hohen geschichteten Natursteinplatten mit gesägter
Ansichtsfläche begrenzen den Platz. Auf der grob gebrochenen
Steinoberfläche des Gedenkraumes und auf der Fahrbahn wird die
Grundfläche der Synagoge zur Erscheinung
gebracht. Ein circa einMeter breites, in Augenhöhe
laufendes Band trägt die Namen der Opfer. Das Band ist
ca. circa fünf cm tief in der Wand eingelegt. Auf die so entstandene Kante
der Vertiefung können die Steine
der Erinnerung gelegt werden. |
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